Warum japanische Handys nicht auf dem Weltmarkt zu finden sind

Es ist schon irgendwie kurios. Die Handys in Japan sind den unseren um Jahre vorraus. So gab es zum beispiel schon 1999 E-Mail fähige Handys,  2000 integrierte Kameras, UMTS bzw 3G Netzwerk seit 2001, Musikdownloads seit 2002, seit 2004 kann mann überall mit dem Handy an Kassen bezahlen und seit 2005 ist Mobile TV auch schon Standart.

I-mode ist um Lichtjahre weiterentickelt als der Versuch WAP zu etablieren und damit auch der erfolgreiste Datenserviceanbieter weltweit. Handys werden mit Gesichtserkennung freigeschaltet, GPS braucht sowieso jeder, da es kuam Straßennamen in Japan gibt, bzw. die Gebäude und Hausnummern sich meißt nach dem alter des Gebäudes ableiten. Beim Shoppen einfach die Kamera auf das Haus richeten und schon sieht mann, welche Geschäfte es dort gibt, welche Angebote und und und…

Wieso gibt es so etwas nicht bei uns? Das bezeichnet man in Japan als Galapagos-Syndrom, also etwas was es nur auf der (japaischen) Insel gibt. Die Japaner haben ein ganz anderes Verhältniß zu Handhelds und so mit haben sich auch die Dienste und Services ganz anders entwickelt. Während wir bei uns die Geräte, wie wir es gewohnt sind, an den PC anschließen um Daten zu synchronisieren, Musik oder ähnliches zu überspielen, will der Japaner das nicht. Er hat einfach keine Zeit dazu. Also gibt es unmengen an Benutzern, die dies alles über Onlinedienste und Services bewerkstelligen. Der Markt dafür ist riesig. Soziale Netzwerke, Onlinebücherein, Videotheken, Versandhäuser….das alles wird Unterwegs genutz. Bei uns ist ein solches Netzwerk und solche Services nicht in diesem Umfang erhältlich bzw zu teuer, da es noch keine so starke Marktentwicklung gibt, als dass die Preise derart in den Keller gehen wie in Nippon.

Wenn man sich mal die Preislage der mobilen Online und Datentransportservices vergleicht wird das auch sichtbar. Die Telefon und Datenservices in Japan kosten nur ein Bruchteil von dem, was wir hierzulande zahlen, was wiederum an der masse von Nutzern liegt, die es in Japan gibt. Bei Europäern ist es so, das sie die Services zu hause am PC nutzen. Daher auch die günstigen Festnetz und DSL-Tarife. Onlinetariefe dagegen sind in Europa noch recht teuer, da es „noch“ zu wenig Nutzer gibt.

Das wiedrum würde bedeuten das der japanische Handyhersteller seine Komplette Software für das Handy ändern müsste und somit auch die tollen Dienste und Zusatzfunktionen wegfallen würden und das Superhandy nur noch ein normales Handy wäre. Deshalb gibt es bei uns keine SHARP, NEC,HITACHI und PANASONIC Superhandys.

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